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SG Wenden Sechster bei Team-Cross-EM in der Türkei

Die gesamte Reisegruppe der SG Wenden zu den Team-Cross-Europameisterschaften  in der Türkei. Das Querfeldeinteam aus dem Sauerland überraschte nach Platz 13 im Vorjahr diesmal auf Rang sechs. Foto: SG Wenden

Die gesamte Reisegruppe der SG Wenden zu den Team-Cross-Europameisterschaften in der Türkei. Das Querfeldeinteam aus dem Sauerland überraschte nach Platz 13 im Vorjahr diesmal auf Rang sechs. Foto: SG Wenden

Kastamonu (Türkei)/Wenden. Seit zwei Jahren sind die Crossläufer der SG Wenden bei Deutschen Meisterschaften das Maß der Dinge. Am heutigen Sonntag überzeugten die Querfeldeinspezialisten aus dem Sauerland auch auf internationaler Bühne. Das Team der SG Wenden überraschte bei der Team-Cross-Europameisterschaft im türkischen Kastamonu im 10-Kilometer-Rennen unter insgesamt zehn Nationen auf dem sechsten Platz. 

Dem schon sehr hohen Erlebnis- und Erfahrungsniveau der Läufer der SG Wenden wurde am Sonntag bei der Team-Cross-EM in Kastamonu (Türkei) eine neue Stufe aufgesetzt.  Simon Huckestein über das Rennen: „Das war der härteste Crosslauf in meiner langen Karriere.“  Und selbst der hart gesottene Tim-Arne Sidenstein musste sich nach dem Zieleinlauf, völlig abgekämpft in den knöcheltiefen Schlamm mit Schnee legen. Aber mit dem hart erkämpften, sensationellen 6. Platz bei der Team-Cross-EM, war das Team der SG Wenden sehr erfolgreich und mehr als zufrieden.

Das erfolgreiche Team der SG Wenden mit Trainer Egon Bröcher (von links):

Das erfolgreiche Team der SG Wenden mit Trainer Egon Bröcher (von links): Marco Giese, Simon Huckestein, Sven Daub, Tim-Arne Sidenstein und Christian Biele.

Tim-Arne Sidenstein auf Platz 21 bester Läufer der SG Wenden

Mit den Crosslaufmeisterteams aus 10 europäischen Ländern hatten es die Wendener im Rennen zu tun. Waren die ersten Plätze an die Franzosen und die Türken schon zeitig vergeben, gab es ein spannendes Ringen zwischen der britischen Mannschaft und der SG Wenden (Deutschland) um die Plätze 6 und 7. In den Zwischenergebnissen lagen immer die Briten vor den Wendenern. Erst am Ende des Rennens konnte sich die SG Wenden mit 116 Punkten zu 117 Punkten gegen die Laufkollegen von der Insel durchsetzen. Der Wertungsmodus: die Einlaufplatzierungen der vier schnellsten Läufer eines Vereins werden addiert.  Zum einen konnte Tim-Arne Sidenstein im Spurt in einer achtköpfigen Gruppe einige Konkurrenten hinter sich lassen, zudem ließ Christian Biele im Schlussspurt Thomas Staugran hinter sich.  In einem internaternational hochklassigen Feld war der Obersdorfer Tim-Arne Sidenstein auf Platz 21 der Schnellste der SG-Läufer. Für die 10 Kilometer lange Crossdistanz  benötigte er, trotzt teils knietiefem Schlamm und Schneematsch, bei Temperaturen um 0°C, lediglich 34:32 Minuten. Tim-Arne Sidenstein: „Im Ziel war ich völlig ausgepummt. Ich konnte immer in der Verfolgergruppe laufen, musste aber im Spurt möglichst viele der Gruppe hinter mir lassen. Aber ich bin glücklich und zufrieden. Es war viel besser als vor einem Jahr in Spanien.“

Rennen 132_lowZur Erinnerung: den 25-jährigen Tim-Arne Sidenstein hatte vor einem Jahr eine Magengrippe außer Gefecht gesetzt. Das Zugpferd im SG-Team trottete nach 10.000-Querfeldein-Metern frustriert als Letzter im SG-Team über die Ziellinie. Das Laufteam der SG Wenden belegte bei der Team-Cross Europameisterschaft 2015 in Guadalajara/Spanien den 13. Platz im Feld der 21 Teams aus 20 Nationen.

Auch Simon Huckstein zeigte sich Sonntagmittag wieder von der besten Seite. In 35:04 Minuten gelang ihm noch der Sprung unter die besten 30. Mit Nils Schäfer auf Platz 32 in 35:16 Minuten und Christian Biele auf Platz 34 in 35:27 Minuten, war das  Wertungsteam der SG Wenden komplett. Die Ausgeglichenheit der SG Mannschaft zeigt auch das auf Platz 36 schon „Oldie“ Sven Daub und auf Platz 43 in 37:02 Minuten der jüngste SG-Läufer im Team Marco Giese folgten. Auch die Ersatzläufer Fabian Jenne und Sven Sidenstein freuten sich über den großartigen Erfolg der Mannschaft. Trainer Egon Bröcher: „Mit dem 6. Platz haben wir das Optimum ausgeschöpft. Nach vorn war der Abstand zu groß. Besser ginge nicht, die Jungs waren super stark. Das war mal wieder ein Parcours, der sich Cross nennen darf. Die Strecke lag auf 1100 m üNN was zusätzlich schwer war. Auch von den 15 Stunden Anreise und 15 Stunden Heimreise muss man sich erst mal erholen. Das hat Substanz gekostet aber wir müssen uns nun auf die Deutschen Crossmeisterschaften Anfang März konzentrieren.“

Der europäische Leichtathletikverband hatte die Ausrichtung der Team-Cross-Europameisterschaft in die Türkei und dort in die Stadt Kastamonu, vergeben. Die 80.000 Einwohner-Stadt liegt etwa 250 km nördlich von Ankara auf etwa 800 Meter üNN. Die Team-Cross-EM ist vergleichbar mit der Champion League im Fußball. Als amtierender Deutscher Crosslauf-Mannschaftsmeister hatte sich die SG Wenden zum zweiten Mal nach 2015 für die Team-EM qualifiziert und damit die Einladung von der EAA, dem Europäischen Leichtathletikverband erhalten.

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